Frühjahr 2015

Erster Kurs Projekt "Zamma"

20 Bürgerinnen und Bürger unter anderem aus Waiblingen, Fellbach, Kernen, Schondorf, Backnang und Alfdorf-Burgholz absolvierten erfolgreich den Kurs des Projekts „zamma“ der Diakonie Stetten und lernten dabei die Themen Behinderung und Inklusion, die Inhalte der UN-Behindertenrechtskonvention, Leichte Sprache sowie rechtliche Grundlagen in der Ehrenamtsarbeit kennen. Daneben erfuhren sie anhand praktischer Übungen, wie es sich anfühlt, mit einer Behinderung zu leben. Auch der respektvolle Umgang mit Menschen mit Behinderungen war Thema in den Kursen. Einige der Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer engagieren sich bereits in den Einrichtungen der Diakonie Stetten – für andere war das Thema völlig neu.

 „Wir haben viel diskutiert und manchmal dabei ganz die Zeit vergessen. Die Teilnehmenden haben einiges voneinander gelernt und jetzt heißt es, für die Ehrenamtlichen die richtigen Einsatzorte und Aufgaben zu finden“, berichtete Stephanie Flaus, Leiterin des Projekts und Diplompädagogin in der Diakonie Stetten. Sie freute sich, dass der Kurs selbst schon inklusiv war und zwei Menschen mit Behinderungen daran teilnahmen. Birgit Läpple-Held von der Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement Fellbach-Oeffingen verdeutlichte bei ihrem Grußwort, wie wichtig es ist, das Thema Inklusion in die Gesellschaft zu tragen: „Dieses Projekt ist ein weiterer Baustein, die Gesellschaft für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen fit zu machen und die Rahmenbedingungen zu verbessern“.

Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Stetten, Pfarrer Rainer Hinzen, dankte dem Netzwerk und den Förderern für die Unterstützung und überreichte den Teilnehmenden ihre Zertifikate. „Zusammen ist man weniger allein, lautet der Titeleines Filmes und ich finde dieser passt auch bestens zu unserem Projekt. Inklusion gelingt nur zusammen und muss von allen gewollt und gelebt werden“, sagte Rainer Hinzen.

Maria und Vladimir Wittner sind zwei der Teilnehmenden, die noch nie direkten Kontakt mit Menschen mit Behinderungen hatten, sich aber ab sofort ehrenamtlich engagieren möchten. „Wir sind selbst neu in der Region und haben von dem Projekt in der Zeitung gelesenen. Die Möglichkeit andere Menschen kennenzulernen, Neues zu erfahren und dabei selbst noch zu helfen, ist klasse“, erklärte Maria Wittner. Die 26-Jährige und ihr 30-jähriger Ehemann wissen noch nicht genau, in welchem Bereich sie sich einbringen wollen, aber sie sind gerne in Gesellschaft und freuen sich darauf „die Freizeit mit anderen zu teilen und zu unterstützen“.

Margit Seidel aus Weinstadt hat den Kurs mitgemacht, weil sie sich künftig in der Diakonie Stetten einbringen will und es spannend findet „anderen weiterzugeben, was Inklusion bedeutet“. „Ich möchte mit meinem Wissen Berührungsängste zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen abbauen und hoffe, dass ich mit meinem Ehrenamt Vernetzungen schaffen kann“. 

Das Netzwerk, das den Kurs, besteht aus den Fachstellen für Bürgerengagement in Waiblingen, Fellbach und Weinstadt, der Stabsstelle für Inklusion der Stadt Fellbach, der AWO Fellbach, dem Bürgernetz Kernen, dem Kreisjugendring Rems-Murr, dem Diakonischen Werk Württemberg und der VHS Unteres Remstal. Im Herbst 2015 findet ein weiterer Qualifizierungskurs statt. 

Teilnehmende des Qualifizierungskurses zum Inklusionsbegleiter im Frühjahr 2015 nach der Überreichung der Abschlusszertifikate